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Aktuelles

Im Zwinger gegenüber: Dominic und Karlo aus dem aktuellem Tierretterheft

21.12.2017

Lesen Sie hier das Vorwort des Tierretterheftes. Es liegt uns sehr am Herzen. Im Anschluß können Sie das aktuelle Tierretterheft herunterladen. Unser kleines Weihnachtsgeschenk <3 

Erzählen wir nicht eigentlich immer nur UNSERE Seite der Geschichte?

Lieber Leser, 

ich kann Ihnen die 1500 Tiere jährlich benennen, ich kann Ihnen die Kosten erklären, ich kann Dienstpläne und Einteilungen schaffen, um den Tierschutz in Oldenburg irgendwie ansatzweise zufrieden stellend zu gewährleisten. Ich kann betteln und kämpfen... Oder kurz gesagt: Ich kann Ihnen also lediglich mein Tierheim präsentieren... und... sehr geehrte Damen und Herren, dies wäre doch das Ende jeder schönen Geschichten, denn sie verliert den Glauben daran, dass wir etwas mehr von uns preisgeben, weil wir es schaffen, den anderen zu fühlen. Wenn ich also von meinem Tierheim rede, dann entseht dadurch doch bitte kein allzu gewohnter Anspruch, sondern eine Verantwortung die vielleicht nicht leicht ist, aber folgerichtig! 

Erlauben Sie mir daher eine kurze Geschichte, die vielleicht etwas anders ist... aber deswegen nicht falsch. Wenn ich mit meinem Hund im Eversten Holz spazieren gehe, treffe ich häufig den Hund Karlo und sein Frauchen... 

Eines Abends im Tierheim - alle hatten eigentlich schon längst Feierabend, aber hatten brav gewartet, denn ich (Dominic) musste noch so viel im Büro fertig machen - zog unsere Mannschaft nach einem harten, ereignisreichen Tag Richtung Ausgang, also Richtung Feierabend. 

Als ich an den Zwingern vorbeigehe, sehe ich dort plötzlich Karlo sitzen...  Hier beginnt meine Geschichte...   Ein Blick auf Karlo im Zwinger. Mein Kopf wertet ihn… „Oh Gott, was sieht der verbittert aus! Hängende, unterlaufene Augen...“ Mein Kopf stellt sich diese Fragen… 

„Vielleicht ist er abgehauen? Vielleicht ist er auch zu teuer geworden? Vielleicht ist jemand gestorben?“ 

Mir wird plötzlich klar, dass ich Karlo und sein altes Frauchen lange nicht mehr zusammen im Eversten Holz gesehen habe. Und da wusste ich: seine Besitzerin kommt nicht mehr zurück… Und ich sah das Heer seiner leeren Blicke auf dem Zwingerboden verteilt. 

Ich spüre, wie Karlo seine Kräfte sammelt für die nächste Offensive, für diese einsame Schlacht, die er hier, heute Nacht, allein im Zwinger führen muss. "Eine ganze Armada an Kraft brauchst du", denke ich noch.

Ich ziehe die Tierheimtür zu und beim letzten Blick Richtung Zwinger denk ich: 

„Viel Glück heut Nacht und viel Glück die nächsten Tage, wenn du weiter machst oder untergehst und wir dir aufstehen helfen werden. Ich wünsche dir genug Kraft für den Moment, falls du aufgeben möchtest oder langsam einsehen musst: es wird kein "sie kommt bestimmt zurück" geben, sondern nur ein "es ist wirklich vorbei""

Ach Karlo, viel Glück demnächst und in den kommenden Tagen. Viel mehr kann ich dir leider  gar nicht sagen. Nur, dass es hier noch andere gibt, die genau das Gleiche erlebt haben und es geschafft haben... Viel Glück… 

Tja... und genau damit wäre doch wieder nur meine Geschichte erzählt. Ich bin gut im Rumjaulen und in der Selbstdarstellung. Applaus… Doch es gibt ja da diesen Karlo! Und wer erzählt seine Geschichte? Wer erzählt seine Sicht? Ja... genau: Ich bin es! Ich erzähle heute „seine“ Sicht der Dinge. 

Denn es gab diesen ganz kleinen Augenblick – nur eine Millisekunde, als unsere Blicke sich berührten und austauschten und es war sofort alles klar: Wir alle sind auf der Suche nach Liebe und Geborgenheit. Die einen haben sie schon gefunden ... und mein tiefer Glaube an dieses Tierheim ist es, dass die anderen auf dem Weg dorthin sind! Wenn wir ihnen helfen. Und jetzt werde ich Karlo seine Stimme geben: 

Karlo: 

Was soll dieser Blick, bist du nicht ganz dicht? Der Blick wie auf ´nen Toten, aber ich bin es nicht! Werde wieder lieben, werde nehmen und geben... Und dann...  dann, werde ich leben! Werde den Himmel aufteilen, von Schönheit geblendet! Werde wieder berühren mit furchtlosen Händen! Mit Freiheit gewählt und mit Herzen gedacht - aber nicht, nicht heute Nacht... Nicht, nicht heute Nacht... Und wünsch mir bitte Glück.

Liebe Leser, wir präsentieren heute viele dieser Geschichten und denken uns in unsere Tiere hinein. Unsere Bewohner gestalten dieses Tierheim und füllen es mit ihren persönlichen Inhalten. Es ist das Motto „Mein Tierheim“ für uns alle! Der eine wohnt hier und erlebt seine Zukunft mit Hoffnung und Glück. 

Wenn Sie auch für sich sagen: Ja, es ist auch mein Tierheim - denn ich möchte, dass diese Tiere eine Stimme und eine 2. Chance bekommen – dann freuen wir uns über Ihre Spende!   …damit wir viele Geschichten gemeinsam erleben, damit wir großartige Geschichten spüren werden und uns erzählen können. Es werden dann unsere gemeinsamen Geschichten. Vielleicht die schönsten, die es jemals gab. 

Bis heute haben wir jede dieser Geschichten unseren Tierretterpaten und treuen Spendern zu verdanken. 

Wünscht Glück! 

Ihr Dominic Köppen


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Hier können Sie sich das aktuelle Tierretterheft herunterladen:


Tierretter Heft 2017

 

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