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| Das Tierheimkonzept.... |
Liebe Freunde des Tierheims Oldenburg,
seit Anfang des Jahres habe ich, Dominic Tombergs, nach 4 Jahren in unserem Tierheim die Leitung übernommen. Zusammen mit meiner Kollegin Lisa Kopietz wurden eine Menge Analysen und Konzepte für die Zukunft unserer "alten Lady" erstellt.
Nehmen Sie sich kurz Zeit und erfahren Sie, was sich seit dem änderte, was sich gerade ändert und was sich noch alles ändern soll...
Die eingefahrenen Schwachstellen eines Betreibes anzugehen ist immer ein hartes Stück arbeit, doch hat es sich in vielen Bereichen gelohnt. Es gibt neue interne Strukturen, viele Abläufe wurden vereinfacht und vor allem, die Versorgung und Vermittlung unserer Schützlinge optimiert.
Es wurden "Themen Tage " eingeführt (Tag der Katze, des Hundes, der Kleintiere), es gab erstmalig einen Flohmarkt auf unserem Gelände (mit Einnahmen von 1.600 Euro), regelmäßige Ehrenamtlichentreffen, neue Spendendosen, Tierheim Buttons etc... und ab dem 1.8.2011 wird das Tierheim auch am Samstag und Sonntag für Sie geöffnet haben!
Die Pilotprojekte zeigten unterschiedliche Resonanz und wir werden sehen, welche wiederholungswürdig sind.
Das höchste Ziel neben der guten Versorgung und Vermittlung unserer 170 Bewohner ist es, ihnen einen möglichst angenehmen und artgerechten Aufenthalt zu gewähren. Bei den steigenden Fundtierzahlen und den vielen verschiedenen Tierarten wird dies allerdings zunehmend problematischer.
Ich möchte Ihnen kurz erläutern was wir planen und warum. Wir haben uns diesem Projekt angenommen, Lisa wie ich, mit all den Problemen die wir durch unsere jahrelange Arbeit hier kennen, da es unserer fester Glaube und Wille ist, dass aus unserer "alten Lady" Woche für Woche mehr unser aller "Baby" wird das wächst...
Die Gegenwart und Zukunft:
Es liegt viel Arbeit vor uns, aber wir haben schon längst angefangen ;-)
Warum!?
Die Anzahl der Tiere, die erst einmal aufgepeppelt werden müssen, steigt stätig. Gerade im Bereich der Katzen. Die Räume im Innenbereich des Tierheims mussten zu Mehrzweckräumen umfunktioniert werden, da die Zahl der Fundtiere und die der unterschiedlichen Tierarten immer weiter steigt
Unsere Quarantänebereiche befinden sich z.Z. im selben Abteil wie die Mitarbeiterräume. Hierdurch haben die Tiere kaum Ruhe, die für unsere Vierbeiner sehr wichtig wäre. Auch stellt der Dreh und Wende Punkt des Tierheims (Mitarbeiterräume) eine Gefahr für die gesunden Tiere dar. Vögel stehen hier neben Kaninchen und Schildkröten, gleich daneben muss eine Mutterkatze „zwischengeparkt" werden, manchmal wohnt zusätzlich noch ein Frettchen im selben Raum.
Man muss kein Spezialist sein, um sich das Raumklima und den Stress für die Tiere ausmalen zu können. Die alten Räume wurde zwar bereits mit PVC ausgelegt, aber eine hygienisch einwandfreie Reinigung bzw. Desinfektion, wie sie für solche Räume ungemein wichtig wäre, ist nicht möglich.
Der 7 Punkteplan
1.Katzenkrankenhaus
Im ersten Schritt entsteht momentan unser neues Katzenkrankenhaus. Der ehemalige Mitarbeiterbereich und das Tierschutzvereinsbüro werden zu einem kleinen Katzenkrankenhaus mit einer „Beobachtungsstation“ umgebaut. Hierfür mussten neue Bodenplatten gegossen und Abläufe etc . eingebaut werden. Dank der Firma „Smit“ können wir nun schon damit beginnen, Fliesen zu legen.
2.Vogelvoliere
Immer wieder haben wir auch Vögel zu Besuch, die leider provisorisch in irgend einer freien Ecke ihren Platz im Tierheim finden. Dies soll endlich ein Ende haben. Eine artgerechte Unterbringung sowie eine Entlasstung der Innenbereiche entsteht durch unsere neue Vogelvoliere im Außenbereich.
3.Schildkrötenteich
Ein kleiner, netter Schildkrötenteich entsteht momentan im hinteren Gartenbereich. Zusammengesammelt aus Sachspenden, soll es bald ein anschauliches Paradies für unsere kleinen Reptilien geben.
4.Das Kleintierhaus
Das Kleintierhaus ist unser größtes, aber auch notwendigstes Projekt. Die Fundtieranzahl der Kleintiere hat sich verdoppelt - unser Platz leider nicht. Die den Kleintieren zugedachten Ställe sind restlos überfüllt, sodass schnell eine Lösung her musste. Unser alter Pferdeschuppen wird komplett entkernt und umgebaut. Lesen sie HIER mehr. Am Ende soll so Platz für bis zu 40 Kleintiere entstehen.
5. Katzenwelpen Aufnahme
Neben den baulichen Maßnahmen, passiert auf verschiedenen Ebenen eine ganze Menge. Wir sind sehr stolz auf Frau Nehring vom Förderverein des Tierheims, die mit den anderen Tierschutzvereinen der Region, die Katzenkastrationspflicht ins Rollen gebracht hat. Diese ist sehr wichtig, da wir zum Beispiel im Jahr 2010, alleine im Juli über 90 herrenlose Katzenwelpen aufnehmen mussten.
Für Außenstehende mag dies nur eine Zahl sein, doch jeder, der die vielen Katzenkinder in ihren Gitterboxen gesehen hat, weiß, wie wichtig neue Kapazitäten für uns sind. Die kleinen Katzen kommen meist geschwächt zu uns. Ihr Immunsystem ist oft noch nicht stark genug, den hier lauernden Keimen und Viren stand zu halten – eine hygienisch einwandfreie Unterbringung, können wir, wie oben beschrieben, nicht leisten. Unsere erwachsenen Katzen sind meist mit einem besseren Imunsystem ausgerüstet – eine Virusinfektion, die ein adultes Tier ohne Schaden zu nehmen wegsteckt, endet für ein Katzenkind leider oft tödlich.
Leider ist es außerdem nicht möglich, Katzenwelpen in größeren Gruppen zu halten. Eine Krankheitsübertragung durch Neulinge würde hier einfach zu schnell geschehen – scheue Tiere wären gesundheitstechnisch schlecht zu beurteilen und die Zeitspanne zwischen Ausbruch einer Krankheit und dem Tod eines Tieres beträgt oft nur wenige Stunden.
Man kann sich sicher vorstellen, dass dieser nicht enden wollende Teufelskreis das Tierhiem vor ein riesiges Problem stellt – kranke Katzen können nicht vermittelt werden - immer neue kommen hinzu und stecken sich an – und die tiermedizinische Behandlung reißt ein mitlerweile nicht mehr zu stopfendes Loch in das kleine Portemonnaie des Tierheims.
Wenn unsere Pläne vollendet sind, soll aus unserer jetzigen Krankenstation eine reine Welpenaufnahmestation werden. Hier können sie, ohne die Gefahr der Neuansteckung, aufgepäppelt und behandelt werden..
6. Aufnahmestation für verwilderte Katzen
Eine alte kleine Zwingeranlage (zur Zeit zur Unterbringung der Kaninchen genutzt) soll zukünftig als Aufnahmestation für verwilderte Katzen dienen. Diese werden eingefangen und kastriert, da das Elend an den Futterstellen sonst nicht mehr in den Griff zu bekommen ist. Wir möchten an dieser Stelle allen Helfern danken, die ehrenamtlich diese Futterstellen und die freilebenden Tiere betreuen!
Der Stress für eine verwilderte Katze, in einer Quarantänebox unergebracht zu werden, ist unvorstellbar. Nach der Kastration müssen die eingefangenen Tiere allerdings einige Tage zur Beobachtung bei uns im Tieheim bleiben. Die zwei Zwinger ( mit Innen- und Außenbereich) werden einen kleinen überdachten Anbbau erhalten - ein sogenanntes Freigehege, so ist der Stress für unsere scheuen Bewohner in Grenzen zu halten. Nach erfolgreicher Genesung werden die Tiere wieder ausgesetzt und weiter an den Futterstellen versorgt.
7. Hunde
Bei den ganzen Projekten und Vorhaben soll nicht der Eindruck entstehen, wir würden unsere Hunde vergessen. Unsere Zwingeranlage ist nicht auf dem neuesten Stand, jedoch würde ein Umbau hier wahnsinnig viel Geld kosten. Als erstes muss das Tierheim ersteinmal seine Aufnahmekapzität für alle Tiere erhöhen um der Lage Herr zu werden. Persönlich liegen mir gerade unsere Hunde am Herzen - mein oberstes Ziel ist es, dass die Hunde bei uns in Rudelhaltung leben können, um den hier fehlenden Sozialpartner zu ersetzen. Leider ist dies aufgrund der baulichen Gegebenheiten derzeit nicht möglich. Eins steht jedoch fest, sollte ein unerwarteter Geldsegen eintreffen – sind unsere Doggies als nächste dran! Die Pläne liegen bereit und der Kopf ist voll mit Ideen... Pfote drauf!
Abschluß:
So, liebe Tierfreunde, ich hoffe ich konnte Ihnen einen "kleinen" Einblick verschaffen und Ihnen ersichtlich machen, wo die Reise in Zukunft hingehen soll. Wichtig ist hierbei Ihre Unterstützung!
Wir sind dringend auf Ihre Spenden angewiesen. Unser Spendenkonto: Hier
Sie können sich sicher sein, dass bei uns jeder Cent in diese Projekte und die tägliche Versorgung unserer Schützlinge fließt. Wenn Sie z.B. schon jetzt das Kleintierhaus unterstützen möchte, haben wir hier ein extra Spendenkonto eingerichtet. Egal für welche Tierart Ihr Herz schlägt, wir haben dieses Konzept entwickelt damit am Ende allen Tieren geholfen werden kann. Die weiteren Projekte werden z.Z. durch Sachspenden und Erlösen aus Nachrufen etc. finanziert.
Wenn Sie uns handwerklich helfen wollen, kommen Sie vorbei, wenn Sie eine Firma haben und uns mit Material unterstützen wollen, rufen Sie mich an, wir sind für jede helfende Hand dankbar.
Wir basteln gerade fleißig am neuen Tierheimmagazin Nummer 3, einer neuen Homepage und planen das Sommerfest 2011, mit dem wir dieses Jahr ganz schön auftrumpfen möchten ;-) Achja, Sind sie eigentlich schon bei Facebook Begleiter von uns? Nein? Dann aber los! Hier
Für die Gegenwart geht nun ersteinmal ein riesiger Dank an die zwei Säulen des Tierheims.
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Dem Vorstand des Tierschutzvereins Oldenburg, der gemeinnützigen Trägergesellschaft des Tierheims Oldenburg mbH und dem Aufsichtsrat des Tierheims, die uns viel Vertrauen schenkten, uns zuhörten und uns unterstützten, die Wege frei machten und tatkräftig helfen!
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Unserem tollen Team, das seit Februar 2011 mit zwei Angestellten weniger als zuvor, täglich 120 % gegeben hat und wir so alle Ideen und Verantstaltungen durchführen konnten - zusammen mit den Ehrenamtlichen, die uns zuzwinkern und im Hintergrund immer bereit stehen! Ihr seit wirklich die Besten!
Ihr
Dominc Tombergs
Unterstützen Sie uns und unsere Pläne für unsere Tiere!
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Konto: 218 1940 401
BLZ: 28021705
OLB Hude
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