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***Newsticker***

Jasmin Kragers Geschichte

14.12.2018

G´day, mate!

My name is Jasmin Krager, I´m a budgie and from Australia. Will sagen: ich bin Jasmin Krager, ein Wellensittich und komme aus Australien. Dort war es auch immer richtig schön, so Sonnenschein und gutes Wetter und warm und so … aber ich wollte immer mehr sehen als das gute alte „Down Under“. Also habe ich mich von meinem Schwarm verabschiedet und bin losgeflogen. War alles gar nicht so einfach, herzukommen, und der ewige Flug, sag ich euch! 24 Stunden versteckt im Handgepäckfach eines Flugzeuges ist nicht sehr comfortable … Und zu allem Überfluss wurde ich beim Aussteigen entdeckt, ein Steward versuchte mich zu fangen, erwischte nur meine schöne yellow Schwanzfeder, zog daran und ich taumelte erschrocken durch die Lüfte davon – minus einer Feder! Ausgerechnet war ich auch noch in Northern Germany gelandet, da wo es immer regnen soll – leider ist dieses Klischee wahr und ich war nach kürzester Zeit klitschnass.

Ziemlich erschöpft von meinem Flug, meiner escape und dem Gegenwind landete ich auf einer Terrasse, um mich zu erholen. Weil meine ausgerissene Schwanzfeder eine juckende Stelle hinterlassen hatte, knabberte ich ein bisschen daran herum und säuberte mein restliches Gefieder, als sich eine Hand um mich stülpte und mich in einen dunklen Karton steckte. I wasn´t very amused, habe ganz nervös meinen schmerzenden Hintern bepickt, aber die Fahrt war aber zum Glück nicht sehr lang und ich wurde in einem großen Haus wieder ausgepackt. Der Geruch verriet mir: animal shelter! Sollte meine Reise hier schon wieder ein Ende haben?? Mit meinem Karton zusammen wurde ich an bellenden dogs vorbei in eine große Voliere getragen, man besah mich gründlichst und ließ mich dann flattern. Ich steuerte erstmal direkt den Futternapf an und schlug mir den Bauch voll, erst dann begrüßte ich die anderen budgies, canary birds und weiteren kleinen Flattermänner, die ebenfalls in der  Voliere wohnten. Mate, war ich aufgeregt! So many new friends! Vor lauter Nervosität pickte ich immer wieder an meiner juckenden Stelle und bemerkte gar nicht richtig, wie sie anfing zu bluten.  Auch die anderen birds waren so außer Rand und Band über einen echten „aussie“, dass sie mir stundenlang bei meinen stories zuhörten, mich mit questions bedrängten, mein sattgelbes Gefieder lobten – ich war der Star hier im regnerischen Northern Germany!

Am nächsten Tag kam Tierpfleger Langhans Benny herein, um sauber zu machen und zu füttern und als er mich sah, machte er very big eyes. Ich fühlte mich geschmeichelt, denn ich dachte, er sah auch einen Weltstar in mir, doch er verließ fluchtartig die schöne Voliere und rief in einer Tour ein komisches Wort: „Toivo, Toivo!“ Ob das wohl „oh wunderschöner Vogel“ auf Deutsch hieß? Leider nicht, denn er kam mit einem anderen Tierpfleger mit ganz blauen Augen zurück – das musste dieser Toivo sein … Er kam auf mich zu und machte ebenfalls very big eyes, dann schnellte seine Hand vor, ich erschrak mich dolle und wollte fliehen, doch er hatte mich schon in der Hand. Ganz vorsichtig hielt er mich fest und Benny vors Gesicht. Benny murmelte vor sich hin und zusammen mit mir in der Hand stiefelten wir auf ein kleines Haus zu. Darin wohnten viele bunnys und andere kleine birds und ich wurde in eine kleine Voliere gesetzt, ganz ohne meine Fans von draußen. But why? Ich war ganz verwirrt, pickte meine juckende Stelle und konnte auf einmal blood schmecken. Oh no! Ich hatte mir doch tatsächlich selber den Popo aufgepickt, weil dieser freche Steward mir eine feather gestohlen hatte! Ihr kennt es sicher selbst, so eine juckende Stelle ist ein Teufelskreis: es juckt, man kratzt, es wird blutig, es wächst zu, darum juckt es wieder, man kratzt and so on and so forth.

Toivo und Benny versprachen mir, dass der vet nach mir gucken würde – vet? Tierarzt? Sowas hatte ich in meinem Leben in Australia ja noch nie erlebt! … es war wohl doch ganz gut, dass meine Reise mich ins Tierheim geschwemmt hat, wo man mir helfen konnte. Just imagine, ich würde mit meinem schlimmen Poproblem ganz allein draußen in Northern Germany herumgeistern, es könnte sich entzünden, meine Federn ausfallen, ich könnte sterben – nein! Es war sehr gut, jetzt hier zu sein!

Der Tierarzt bastelte mir auch einen richtig schicken, kleinen Kragen, damit ich nicht selber an der Stelle picken kann – das ist zwar doof, aber ich weiß, es ist the very best! Nur so kann es verheilen und eine schöne, wunderbar regengraue Feder nachwachsen – das wünsche ich mir jedenfalls, als Andenken an diese ganze Sache. Außerdem bekam ich einen netten kleinen Freund, der mir Gesellschaft leistet. Es war ja klar, dass ich mir selber den Popo bepickt habe und nicht von the others geärgert wurde, daher durfte mein kleiner blue friend zu mir kommen. Wir hocken nun gemeinsam nebeneinander, singen so vor uns hin – er auf Deutsch und ich in Australian English. Ich träume davon, dass wir vielleicht zusammen in einen Schwarm integriert werden können, wenn ich wieder ganz gesund bin. Ich habe nämlich nach dem ganzen Hin und Her beschlossen, das travelling aufzugeben und sesshaft zu werden! Diese story ist dann noch eine story mehr, die ich meinen neuen Fans und Freunden erzählen kann. ;-)

Hooroo, eure Jasmin Krager

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