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| Tiername: |
Atze |
| Rasse: |
Labrador Mischling |
| Farbe: |
schwarz |
| Alter: |
ca. 2 Jahre |
| Geschlecht: |
männlich |
| Kastriert: |
nein |
| Fund-/Abgabetier: |
Fund |
| Im Tierheim seit: |
17.11.2011 |
| Stubenrein: |
ja |
| Bemerkung: |
Atze, die Schnullerbacke
oder:
the very Traumhund.
Ein Bericht seiner vorübergehenden Pflegeeltern
Gleich das Fazit vorweg: Wenn man (mittel-)große schwarze Hunde mag, ein bisschen mit ihm in Sachen „Disziplin im Freien“ arbeitet, wird man sehr viel Freude mit diesem Hund haben. Allerdings hat Atze eine Hüftfehlstellung, zu der die Tierheim-Mitarbeiter in einem persönlichem Gespräch gerne nähere Informationen geben können.
Wesen:
Atze liebt die Menschen und bindet sich schnell. Er findet sich schnell damit ab, wenn die Dinge nicht so laufen, wie er will, sprich: Er ist nicht nachtragend.
Disziplin:
Atze hat es draußen am liebsten so: Nase auf den Boden und dann los – und das, was am anderen Ende der Leine hängt, kommt dann schon mit. Er zieht (vor allem, wenn er „muss“) kräftig an der Leine, was bei seiner Statur schon reichlich unangenehm werden kann. Die Hundetrainerin schätzt, dass er 2 – 3 Einzelstunden braucht, um das in den Griff zu bekommen.
Dazu motzt er an der Leine andere Hunde an. Das scheint nicht so sehr unfreundlich gemeint zu sein. Unser Eindruck ist eher: Er will einfach zu jedem Hund hin – und wenn man ihn nicht lässt, fängt er halt an zu randalieren.
Ohne Ablenkung reagiert er recht gut aufs Rufen, mit Ablenkung bislang eher schlecht.
Ein Spiel beenden, das er gerne mag (z.B. mit dem Fußball, s.u.), ist nicht ganz einfach.
Grundbedürfnisse
Fressen:
Er „staubsaugt“ sein Trockenfutter (und auch das Nassfutter, wenn er welches kriegt). Trockenfutter mit großen oder „kantigen“ Stücken ist am besten geeignet für ihn, damit er zumindest ein bisschen kaut.
Rohes Fleisch mag er nicht – und wenn man ihm etwas davon „unterjubelt“, wird ihm schlecht. Also nix für Barf-Fans.
Trinken:
Er trinkt recht wenig und unregelmäßig. Als recht erfolgreich hat sich die Methode erwiesen, ihm direkt nach dem Fressen warmes Wasser in den Napf zu geben, der noch nach Futter schmeckt. Ansonsten steckt er gerne mal die Zunge in Pfützen etc.
In der Wohnung
Da zeigt er sich als echter Schatz: anhänglich (vielleicht manchmal ein bisschen zu sehr), lieb und verschmust. Was er gerne macht: schnullern, also an den Händen lecken oder knabbern (aber nicht beißen).
Wohnzimmer: Wenn man auf dem Sofa sitzt, möchte er am liebsten auch dorthin. Er hat inzwischen kapiert, dass er da nichts zu suchen hat (geht aber gerne aufs Sofa, wenn er alleine in der Wohnung ist). Er legt sich dann direkt zu Füßen bzw. gerne auch auf die Füße.
Schlafzimmer: Am liebsten würde er auch ins Bett kommen, aber er versteht recht schnell (schneller als beim Sofa), dass er da nicht erwünscht ist. Er versteht das Kommando: „Geh in dein Bettchen“ und befolgt es auch in der Regel. Er schnarcht recht laut, insofern wäre das Bettchen vielleicht besser im Flur untergebracht.
Küche: Da muss man ihn immer mal wieder rausschicken. „Geh aus der Küche“ funktioniert.
Alleine bleiben: Wir haben es mit 5, 10, 15 … Minuten langsam angehen lassen. Das war kein Problem. Er war im Alltag täglich zwei Mal ca. 2 Stunden alleine. Dann ist er zwar durch die ganze Wohnung gestreunt (er kann auch Türen aufmachen), hat sich auch aufs Sofa und aufs Bett gelegt, aber weder Theater noch Randale gemacht.
Beschäftigung
Wegen seines Hüftproblems kann man ihn schlecht mit Renn-Spielen auspowern – auch wenn er das gerne mag.
Fußball: Einen platten Fußball durch die Gegend kicken und Atze läuft hinterher, das mag er gerne (ist aber nicht wirklich gut für ihn). Sollte man also nur begrenzt machen – er sieht das aber anders und ist nur schwer zum Aufhören zu bewegen. Man kann ihm den Ball (oder auch jedes andere Spielzeug) wegnehmen, das ist ganz einfach: Mit den Fingern zwischen die Zähne gehen, dann lässt er locker. Nur will er den Ball dann gleich wiederhaben und man muss ihn wirklich aus seiner Reichweite schaffen. Dann akzeptiert er, dass das Spiel vorbei ist (ist also nicht nachtragend).
Stöcker: Die liebt er auch über alles. Er zerkaut sie gerne und schluckt dabei auch Stücke herunter. Um das zu verhindern, kann man ihm gefahrlos ins Maul greifen und die Teile rausholen.
Trockenfutter-Stücke suchen: In der Wohnung kennt er das Spiel inzwischen gut und mag es auch gerne (klar, es gibt ja was zu futtern). Aus dem Raum schicken, die Stücke verstecken und ihn dann reinholen. Er kann auch schon die 3. Dimension, sprich: Verstecke auf der Fensterbank, dem Nachttisch etc.
Draußen suchen ist noch interessanter (und anstrengender) für ihn: Sitzen und bleiben lassen (funktioniert leidlich), auf dem Weg von ihm weg etwas fallen lassen und dann zum Suchen aufrufen. Da hat er richtig was zu tun, ohne dass es seine Gelenke belastet. Nur 20 Minuten davon, und er ist richtig müde. |
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